MSC Fantasia Kreuzfahrtschiff
Die MSC Fantasia ist das neue Flagschiff der MSC Reederei. erst vor wenigen Monaten, gegen Ende 2008 wurde das Kreuzfahrtschiff in Betrieb genommen. Zur Zeit ist die MSC Fantasia das grösste Kreuzfahrtschiff von Europa. Das Schiff lässt sich nur mit Superlativen beschreiben. Im vorderen Teil der MSC Fantasia wurde ein grosses Theater untergebracht. Die Zimmer sind luxuriös ausgestattet. Eingesetzt wird die MSC Fantasia auf der Mittelmeer-Route.
Reisebericht über eine Fahrt mit der MSC Fantasia
Im April 2009 unternahm ich zusammen mit meiner Freundin eine Kreuzfahrt mit der MSC Fantasia. Das Schiff ist wirklich beeindruckend. Unsere Reise startete in Genua. Damit wir ganz entspannt unsere Kreuzfahrt antreten konnten haben wir uns entschlossen bereits zwei Tage vorher nach Genua zu reisen. Die Reise startete morgens am Hauptbahnhof von Zürich. Mit dem Cisalpino ging es über Mailand nach Genua. Die Reise mit dem Zug kostete pro Person etwa 100 Franken und dauerte etwa 6 Stunden. Die Preise für die Strecke varieren sehr stark, es lohnt sich das Zugticket rechtzeitig zu buchen. Leider hatte unser Zug von Zürich nach Mailand etwas Verspätung, so dass wir unseren Anschlusszug verpassten - In Italien scheint dies ganz normal zu sein, die zwanzigminütige Verspätung, welche auf mehr als eine Stunde anstieg schien niemand sondernlich zu interessieren. Am späten Nachmittag kamen wir in Genua an und machten uns auf den Weg in unser Hotel. Wir hatten das Novotel beim Hafen gebucht. Die Fahrt mit dem Bus war kein Problem, direkt vor dem Hotel befand sich eine Haltestelle. Am Abend gingen wir uns Genua anschauen. Die Hafenstadt ist klein, aber eigentlich ganz hübsch. Klar mit Barcelona oder Paris kann man die Stadt nicht vergleichen, doch zwei drei Tage kann man durchaus in Genua verbringen. Besonders sehenswert ist der Hafen sowie der grosse Platz in der Alstadt von Genua. Am Abend fühlt man sich in Genua allerdings nicht wirklich sicher - Es empfiehlt sich mit dem Taxi ins Hotel zu fahren.
Einchecken auf die MSC Fantasia
Im Internet hatten wir uns im Vorfeld über die MSC Fantasia informiert. Das Schiff war zum Zeitpunkt unserer Buchung gerade erst einige Monate alt. Einige beschrieben in Reiseberichten, das Einchecken in Genua sei chaotisch und langwierig gewesen. Dem müssen wir hier wiedersprechen. Mag sein, dass der Ablauf in den ersten Wochen nach der Jungfernfahrt noch nicht so gut eingespielt war. Mittlerweile scheint man bei der Reederei gelernt zu haben. Unser Check-In dauerte gerade einmal eine gute Viertelstunde. Bei MSC besteht die Möglichkeit ein Web Check-In durchzuführen. Damit wird das Einchecken nochmals deutlich beschleunigt. Der Hafen von Genua liegt gleich beim Bahnhof, und ist bequem zu Fuss zu erreichen. Wer mit dem eigenen Auto anreist, der kann direkt bis zum Hafengebäude vorfahren und seine Schlüssel dort dem Personal abgeben. Zuerst gibt man seine Koffer direkt vor dem Gebäude an das MSC Personal ab. Danach begibt man sich ins Gebäude, dort befinden sich die Eincheck-Schalter. Nach dem Einchecken am Schalter läuft man in eine Aufenthaltshalle. Hier sind verschiedene Stände aufgestellt, an denen man sich über verschiedene Service an Bord informieren kann. Ausserdem ist es möglich hier ein Getränkepaket zu buchen. Diese können zu den gleichen Preisen, obwohl sie hier als Aktionen angepriesen werden, auf dem Schiff gelöst werden. Gruppenweise werden die Gäste aufgerufen und aufs Schiff gelassen. Auch hier mussten wir weniger als zehn Minuten warten. An Bord der MSC Fantasia wird man auf sein Zimmer begleitet. Schon auf diesem Weg bekommt man einen ersten Eindruck von der unglaublichen Dimension des Kreuzfahrtschiffes. Wir deponierten unser Handgepäck auf der Kabine und machten uns auf für einen ersten Spaziergang auf der MSC Fantasia. Die Koffer werden direkt auf die Kabine geliefert. Als erstes gingen wir aufs obere Sonnendeck und genossen ein kühles Getränk. Den Auslauf aus dem Hafen in Genua sollten sie nicht verpassen. Die MSC Fantasia setzte sich gemächlich in Fahrt. Das Animatiosteam zeigte erste Tanzeinlagen und die Touristen genossen die immer kleinere werdenden Häuser von Genua. Langsam verschwand die Stadt am Horizont und rund um das Kreuzfahrtschiff war nur noch das Meer zu sehen und wir konnten unseren ersten Sonnenuntergang an Bord der MSC Fantasia geniessen.
Abendunterhaltung an Bord der MSC Fantasia
Das Abendessen wird jeweils in einem Restaurant eingenommen. Die Passagiere sind in zwei Schichten eingeteilt. Um welche Zeit man speisen möchte kann man beim Einchecken angeben, allerdings ist nicht garantiert dass dem Wunsch auch entsprochen werden kann. Das jeweilige Restaurant sowie die Tische werden einem zugeteilt und sind auf der persönlichen Bordkarte vermerkt. Aus einer Karte wählen sie als Gast die gewünschten Gänge aus. So steht es einem frei auch einmal einen Gang wegzulassen. Das Essen ist wirklich gut, allerdings zieht es sich ziemlich in die Länge. Ein Abendessen dauert schon einmal anderthalb Stunden. Es besteht zudem die Möglichkeit in einem der vielen Spezialitätenrestaurants zu speisen. Hier muss man eine Zuzahlung leisten. Diese ist allerdings ziemlich fair bemessen und bewegt sich im Bereich von einigen Euros. Wir persönlich liessen einmal ein Abendessen weg und gingen ins Tex Mex, dem mexikanischen Restaurant an Bord. Für Vorspeise, Hauptgang und Getränk zahlten wir pro Person etwa 15 Euro. Die Portionen sind ziemlich gross. Meine Freundin war mit der Vorspeise schon fast bedient. Nach dem Essen findet im grossen Theater eine Abendshow statt. Auch diese wird zweimal durchgeführt. Die Shows sind wirklich sehenswert und auf sehr hohem Niveau. Das Programm kann sich durchaus mit einem kleinen Zirkus vergleichen. Nach dem Theater kann man in einer der zahlreichen Bars und Kaffes den Abend gemütlich ausklingen lassen.
Ankunft in Neapel
Den ersten Hafen, den wir auf unserer Route anliefen war Neapel. Die Altstadt ist vom Hafen ohne weiteres zu Fuss zu erreichen. An Bord der MSC Fantasia werden einem Ausflüge angeboten. Diese sind leider ziemlich teuer und kosten deutlich über 50 Euro. Die Stadt auf eigene Faust zu erkunden ist wesentlich günstiger. Die von der MSC organisierten Ausflüge haben den Vorteil, dass man sich um nichts kümmern muss. Ausserdem wartet das Schiff auf einen, falls man zu spät zurück kommt. Wer die Stadt auf eigene Faust erkundet sollte unbedingt darauf achten rechtzeitig zurück beim Schiff zu sein. Die Altstadt von Neapel befindet sich vom Anlegeplatz aus gesehehen links. Gehen sie gut 400 Meter dem Hafen entlang und biegen dann rechts in Richtung Stadt ein. Für 47 Euro kann man einen Halbtagesausflug in die alte römische Stadt Pompeji buchen, diese wurde 79 n.Chr. durch einen Ausbruch des Vesuv zerstört. Ebenfalls interessant ist ein Ausflug auf die kleine Insel Capri. Für diesen Ausflug bezahlt man 52 Euro. Mit dem Schnellboot gelangt man in gut 40 Minuten nach Capri. Diese beiden Ausflügsziele besucht man am besten mit den von MSC organisierten Ausflügen. Die Stadt Neapel kann man problemlos auf eigene Faust entdecken.
Ein Tag in Palermo
Am dritten Tag läuft das Schiff in Palermo ein. Wie in Neapel kann man in Palermo die Stadt selbstständig besichtigen. Wer die Umgebung von Palermo kennenlernen möchte der kann den MSC Ausflug ins Tal der Tempel buchen. Der Ganztagesausflug führt zu einem Tempelkomplex in der Nähe der Stadt Agrigento. Im Preis von 88 Euro ist auch ein Mittagessen enthalten. Mit ihrer Bordkarte können sie jederzeit wieder an Bord der MSC Fantasia gelangen um beispielsweise hier das Mittagessen einzunehmen. Da das Kreuzfahrtschiff nur wenige hundert Meter entfernt vom Stadtzentrum liegt ist dies durchaus eine Überlegung wert.
Die MSC Fantasia legt in Tunis an
Für die grossen Kreuzfahrtschiffe wurde in Tunis ein neuer Hafen errichtet. Dieser befindet sich leider etwas ausserhalb von Tunis. Wer das historische Zentrum anschauen möchte, der kann entweder mit dem Taxi dorthin gelangen oder wiederum einen Ausflug buchen. Angeboten wird beispielsweise ein Halbtagesausflug nach Karthago, einer berühmten Ausgrabungsstätte. Danach führt der Ausflug nach Sidi Bou Said, einem malerischen Künstlerdorf. Der historische und kulturelle Ausflug kostet 45 Euro. Ein Shoppingausflug verbindet den arabischen Markt im Viertel der Medina sowie das Künstlerdorf Sidi Bou Said. Während dem Sommer gibt es ausserdem die Möglichkeit für 30 Euro einen Halbtag an einem privaten Strand zu verbringen und hier unter Sonnenschirmen auf im Preis inbegriffenen Liegestühle ausspannen.
MSC Fantasia - Palma de Mallorca
Um gut 13:00 fährt die MSC Fantasia in Palma de Mallorca ein. Die wunderschöne Einfahrt in den Hafen von Palma sollten sie sich auf keinen Fall entgehen lassen. Hier in Palma de Mallorca dauert der Aufenthalt bis 1:00 in der Nacht. Von der MSC werden jeweils Shuttle-Busse angeboten. Diese sind unserer Meinung nach allerdings total überteuert. Die Fahrt dauert gerade einmal etwa fünf Minuten. Eine gute Alternative sind die öffentlichen Busse. Direkt beim Hafenterminal, von wo auch die Shuttle-Busse abfahren befindet sich eine Bushaltestelle. Die Busse verkehren etwa im Viertelstundenrythmus ins Stadtzentrum. Am besten man löst gleich eine Tageskarte. Diese berechtigt zu unbegrenzten Fahrten mit den Bussen in Palma de Mallorca. In Palma de Mallorca verkehren ausserdem rote Sightseeing-Busse. Diese halten an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Touristen können an den Haltestelle nach Belieben ein und Aussteigen oder einfach die ganze Zeit im Bus bleiben und so eine preiswerte Stadtrundfahrt geniessen.
Gerade am Abend nach dem Eindunkeln ist es in Palma sehr schön. Die beleuchtete Kathedrale, die gemütlichen Bars und Kaffees in der Altstadt laden zum Verweilen ein. Vergessen sie vor lauter guten Stimmung nicht ihr Kreuzfahrtschiff.
Die MSC Fantasia erreicht Barcelona
Heute Abend sollten sie an Bord der MSC Fantasia nicht allzulange feiern. Obwohl das Angebot an Abendunterhaltungen durchaus abwechslungsreich ist. In den diversen Bars spielen Livemusiker und in der Diskothek wird ab Mitternacht bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Am nächsten Morgen lohnt es sich allerdings rechtzeitig aufzustehen. Das Kreuzfahrtschiff läuft in Barcelona ein. Die Hauptstadt von Katalonien wird sie verzaubern. Die wunderschönen Bauwerke von Antoni Gaudi sind beeindruckend. viele Bauten in Barcelona wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Besonders sehenswert ist die Sagrada Familia, der Park Güell sowie die Rambla. Auch hier werden von der MSC sowohl Ausflüge in Barcelona wie auch ein Shuttle-Busse angeboten. Der Shuttlebus kostet 7 Euro und bringt sie zum alten Hafen, wo die Flaniermeile La Rambla beginnt. Wirklich nötig ist dieser Service nicht. Zu Fuss ist es vom Anlegeplatz allerdings zu weit. Doch auch hier befindet sich eine öffentliche Bushaltestelle direkt beim Terminal. In Barcelona ist es unbedingt ratsam eine Tageskarte für die Busse und die Metro zu lösen. Eine solche ist für etwa 5 Euro erhältlich und berechtigt zu unbegrenzten Fahrten mit der Metro und den Stadtbussen in Barcelona. Eine solche können sie auch gleich beim Kreuzfahrthafen lösen und so preiswert die Stadt entdecken. Unserer Meinung nach sind die geführten Touren hier nicht unbedingt zu empfehlen. Die Sehenswürdigkeiten, Parkanlagen und Museen erreichen sie auch bequem mit der Metro. Ausserdem gibt es hier zwei Busbetriebe welche sich auf Stadtrundfahrten mit Touristen spezialisiert haben. In ganz Barcelona verkehren diese Doppeldecker und halten an den jeweiligen Sehenswürdigkeiten. Das Ticket kostet 23 Euro und berechtigt zu beliebig oftem Ein- und Aussteigen. Der offizielle von den Verkehrsbetrieben betriebene Bus nennt sich Bus Turistic. Neben diesem verkehrt auch noch ein Roter privater Sightseeingbus. Welchen sie benützen spielt keine Rolle, beide fahren nahezu die gleichen Routen.
Tipps was sie sich in Barcelona unbedingt anschauen sollten finden sie hier:
Sehenswürdigkeiten in Barcelona
Letzter Halt - Marseille
Bevor es zurück nach Genua geht steht der letzte Halt auf der Kreuzfahrtroute an. Am Morgen früh erreicht MSC Fantasia die französische Stadt Marseille. Wer die Stadt selbstständig entdecken wird muss hier zuerst einen kurzen Spaziergang unternehmen. Obwohl es nur wenige hundert Meter (gut 10-15 Minuten zu Fuss) bis zur nächsten Bushaltestelle lassen sich viele Touristen lieber mit dem Shuttle oder dem Taxi in die Stadt fahren. Viele wissen gar nicht wie einfach es auch in Marseille ist mit den Bus in die Innenstadt zu gelangen. In Zukunft soll der Hafen sogar ans Tramnetz angeschlossen werden. Bis dies allerdings so weit ist führt der Weg nicht um den Bus herum. Verlaufen kann man sich auf dem Weg zur Haltestelle nicht. Nur eine einzige Strasse führt dem Terminal entlang. Nach etwa 200 Meter macht diese eine Kurve nach links. Weitere gut 200 Meter später gelang man ans bewachte Eingangstor des Hafens. Von hieraus sieht man auch schon die Bushaltestelle welche sich auf einer Brücke befindet.
Marseille hat nicht gerade den Ruf eine Traumstadt zu sein. Trotzdem gibt es auch hier viele sehenswerte Orte zu entdecken. Am besten beginnen sie ihre Tour am alten Hafen, dem Vieux Port. Hier kann man gemütlich flanieren und in den verschiedenen Restaurants speisen. Vom gehobenen Fischrestaurant bis zum McDonalds ist für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas dabei. Breite Strassen führen vom Hafen weg. An beiden Seiten gibt es diverse Läden. Sehr zu empfehlen ist ein Besuch der Notre-Dame de la Garde. Diese Kirche liegt etwas oberhalb der Stadt und ist mit dem öffentlichen Bus zu erreichen. Vom Notre-Dame de la Garde aus hat man einen wunderbaren Ausblick über Marseille. Bei gutem Wetter sehen sie sogar weit entfernt am Horizont die MSC Fantasia. Ebenfalls sehr schön anzuschauen ist das im Quartier des Cinq-Avenues gelegene Palais Longchamp. Vor dem Palast wurde eine Brunnenanlage angelegt. Hinter dem Palais Longchamp befindet sich eine Gartenanlage. Rückblickend hat uns die Stadt Marseille am meisten überrascht auf unserer Route durchs Mittelmeer. Wir hatten uns die französische Stadt nicht so schön vorgestellt. Von Barcelona und Palma de Mallorca weiss man, dass es wunderbare Städte sind, doch Marseille wird oftmals nur mit einer hohen Kriminalitätsrate in Verbindung gebracht.
Letzter Tag an Bord der MSC Fantasia
Jeder Urlaub geht zu Ende - und sei er auch noch so schön. Von Marseille aus nimmt die MSC Fantasia Kurs Richtung Italien. Am letzten Abend sollten sie sich das Mitternachtsbuffet nicht entgehen lassen. Dieses findet jeden Tag statt doch am letzten Tag vor der Abreise gibt sich die Küchencrew nochmals besonders Mühe. Liebevoll gestalten sie die verschiedenen Desserts. Wunderbar dekorierte Torten, traumhaft geschnitzte Früchte und sehenswerte Dekorationen erfreuen das Auge. Dieses Mitternachtsbuffet ist fast zu schön um gegessen zu werden. Bevor sich die Meute aufs Buffet stürzt wird dieses Abgeriegelt so dass sich alle auf einem Rundgang die verschiedenen Kunstwerke anschauen können. Für viele Touristen ist das Mitternachtsbuffet an Bord der MSC Fantasia ein beliebtes Fotosujet.















