Reisebericht MSC Splendida
Herzlichen Willkommen auf unserer Homepage mit einem Reisebericht zur MSC Splendida, einem der grössten und schönsten Kreuzfahrtschiffe der Welt. Sie spielen selber mit dem Gedanken eine Kreuzfahrt zu unternehmen, wissen aber noch nicht genau welches Schiff es werden soll? Oder sie wissen bereits, dass sie mit der MSC Splendida unterwegs sein werden und wollen nun bereits im Vorfeld möglichst viele Informationen über das Schiff und die angelaufenen Häfen erfahren? Dann sind sie hier genau richtig. In unserem Reisebericht schildern wir ihnen unsere Erfahrung mit dem Kreuzfahrtschiff und geben ihnen Tipps für die verschiedenen angelaufenen Städte. Was sollten sie wo unternehmen? Wo können sie problemlos selbstständig unterwegs sein, wo greifen sie besser auf ein Taxi oder einen durch MSC organisierten Ausflug zurück. Ausserdem erfahren sie einiges über das Leben an Bord, die verschiedenen Vergnügungsmöglichkeiten, das Sportangebot, die Bars und Restaurants und vieles mehr. Wir wünschen ihnen viel Spass beim Lesen des Reiseberichtes.
Reisebericht einer Kreuzfahrt mit der MSC Splendida
Die MSC Splendida zählt zu den grössten Kreuzfahrtschiffen der Welt. Im Februar 2011 machten wir mit dem Schiff eine zwölf tägige Reise durchs Mittelmeer und die Kanaren. Von Genua aus ging es nach Barcelona, Casablanca, Teneriffa, Madeira, Malaga und Rom. Hinzu kamen noch vier Tage auf See. Gerade diese Seetage sorgten für viel Erholung und ermöglichten es uns die MSC Splendida richtig kennen zu lernen. Mit einer Länge von 333 Meter und einer Breite von über 50 Meter ist das Kreuzfahrtschiffe etwa so gross wie drei aneinander gereihte Fussballfelder.
Anfahrt nach Genua und der erste Eindruck des Schiffes
Wir hatten uns entschlossen nicht mit dem Bus sondern mit der Bahn nach Genua zu reisen. Von mehreren Städten in Österreich, Deutschland und der Schweiz aus fahren Busse die Gäste der MSC Splendida nach Genua. Dieser Service kostet pro Person etwa 140 Euro. Die Bahnfahrt kam uns etwas günstiger, wobei vor allem der Komfort für uns ausschlaggebend war. Damit wir das Schiff sicher rechtzeitig erreichen starteten wir bereits einen Tag früher und übernachteten in einem Hotel unweit des Kreuzfahrthafens entfernt. Da wir unser Bahnticket bereits frühzeitig, sprich etwa acht Wochen im voraus buchten konnten wir von einem günstigen Spezialangebot profitieren. So bezahlten wir pro Person für die Hin- und Rückfahrt gerade einmal 90 Franken, also etwa 70 Euro. Die Übernachtung im Novotel kostete uns pro Zimmer weitere 73 Euro. Insgesamt zahlten wir also für die Anfahrt etwa 100 Euro pro Person. Genua erreichten wir gegen 17 Uhr. Wir lösten eine 24 Stunden Karte für die öffentlichen Verkehrsmittel. Mit diesem Ticket konnten vier Person während 24 Stunden zusammen alle Busse und die Metro von Genua benützen.
Mit dem Bus ging es vom Hauptbahnhof aus ins Hotel. Direkt vor dem Novotel befindet sich eine Bushaltestelle, wir mussten unsere Koffer nicht weit tragen. Am Abend besichtigten wir dann noch kurz das Stadtzentrum von Genua. Da wir bereits vor zwei Jahren eine Kreuzfahrt von Genua aus starteten, übrigens mit der MSC Fantasia, dem Schwesterschiff der Splendida, sahen wir uns die Stadt nur kurz an. Zwei Jahre zuvor waren wir bereits drei Tage im Voraus nach Genua gereist, damit wir uns die Stadt noch in aller Ruhe anschauen konnten. In den letzten Jahren hat man sich in Genua reichlich bemüht um die Stadt aufzuwerten. So wurde die Hafenpromenade neu gestaltet und diverse Plätze verschönert. Mittlerweile kann man durchaus einige Stunden in Genua verweilen. Mit dem Aquarium bietet sich eine weitere Sehenswürdigkeit an.
Am nächsten Tag machten wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück auf zum Schiff. Ab 10:30 konnte man Einchecken. Wir erreichten das Terminal gegen 14 Uhr. Eine ziemlich unglückliche Zeit, wie sich nun herausstellte. Es schien so als ob gerade jetzt diverse Busse ankamen. Da wir das Web-Check-In nicht genutzt hatten mussten wir uns in die Schlange stellen und etwa 20 Minuten warten bis wir einem Schalter zugewiesen wurden. Es empfiehlt sich also durchaus den Web-Check-In von MSC zu nutzen. Nachdem wir unseren Voucher, unsere Reisepass und die Kreditkarte vorgelegt hatten ging es weiter in eine Empfangshalle mit diversen Ständen. Die Kreditkarte brauchen sie übrigens nur, wenn sie sich entschliessen die Bordrechnung nicht bar zu begleichen. An den verschiedenen Ständen wurden die diversen Angebote der MSC Splendida vorgestellt. So war es möglich Getränkepakete zu erwerben. Ausserdem können sie sich über das Wellness-Angebot und die Ausflugsmöglichkeiten informieren. Da wir uns bereits im Vorfeld ausreichend informiert hatten und eigentlich genau wussten was wir an welchem Hafen unternehmen möchten, schritten wir zügig durch die Halle und reihten uns in die nächste Schlange vor der Sicherheitskontrolle ein. Alle Passagiere mussten durch einen Metalldetektor. Ausserdem wurden die Taschen geröntgt. Wie bei Flugzeugen ist es verboten Flüssigkeiten an Bord der MSC Splendida zu nehmen. Bereits hier beim Einchecken nervten uns die Bordfotografen und wollten von allen Gästen ein Erinnerungsfoto schiessen. Wir lehnten freundlich aber vehement ab. Bereits jetzt wussten wir, dass wir die Fotos nicht kaufen werden, also wieso sich die Zeit nehmen überhaupt eins zu machen. Die Fotos der Fotografen sind oft von ziemlich bescheidener Qualität, trumpfen dafür mit überrissenen Preisen auf. Für ein einzelnes Foto musste über 10 Euro bezahlt werden. Allerdings steht es ihnen frei die Fotos zu erwerben oder es sein zu lassen, egal ob sie sich fotografieren liessen oder nicht.
MSC Splendida: unsere Aussenkabine
Nachdem wir die MSC Splendida betreten hatten brachte uns ein Zimmermädchen auf unsere Kabine. Hier warteten bereits unsere Koffer, welche wir beim Einchecken abgegeben hatten. Wir hatte eine Aussenkabine mit Balkon gebucht. Wenn es finanziell drin liegt empfehlen wir ihnen unbedingt eine Aussenkabine zu buchen. Damit multiplizieren sie ihr Vergnügen während der Kreuzfahrt um ein vielfaches. Morgens den Sonnenaufgang vom eigenen Balkon aus zu beobachten oder während des Tages kurz dem Rummel an Deck entfliehen und gemütlich ein Buch lesen zu können ist einiges wert. Bei unserer Reise betrug der Aufpreis von der Innenkabine zur Aussenkabine gerade einmal hundert Euro, weshalb wir überhaupt nicht erst darüber nachdenken mussten. Es scheint uns allerdings wichtig nicht den Eindruck zu erwecken sie sollten auf jeden Fall eine Aussenkabine buchen und eine Innenkabine sei nicht zu gebrauchen. Was die Austattung betrifft sind die beiden Kabinenarten etwa gleichwertig. Beide verfügen über ein WC mit Dusche sowie über einen Fernseher. Ausserdem gibt es an Bord der MSC Splendida diverse Restaurants und Bars in denen sie sich aufhalten können um die Aussicht zu geniessen. Wenn sie also bereits jetzt wissen, dass sie während ihrer Kreuzfahrt wirklich nur zum schlafen auf dem Zimmer sind, dann können sie auch gleich eine Innenkabine buchen. Auf der MSC Splendida verfügen die Zimmer über einen relativ grossen Safe, in dem ich Kamera und Netbook verstauen konnte. Ich war allerdings froh, dass ich nicht den normalen Laptop mitgenommen hatte, dieser hätte wohl keinen Platz gehabt. Die Wertsachen waren sicher verstaut, die Kleider ausgepackt, und wir konnten uns endlich auf eine erste Erkundungstour machen. Wir schlenderten übers Sonnendeck, sahen uns den modernen Fitnessraum an, besuchten das Theater, erkundeten das Casino und erhaschten einen ersten Überblick über die diversen Restaurants und Bars über welche die MSC Splendida verfügt.
Im Buffetrestaurant genossen wir danach unser erstes Essen an Bord der MSC Splendida. Die Qualität der Lebensmittel war sehr gut, allerdings war es nicht wirklich gemütlich, herrschte doch ein sehr grosser Andrang. Gerade beim Buffet, sieht man wie gross das Schiff wirklich ist. Hunderte von Menschen drängen sich an die Buffet und schlagen sich die Teller voll. Wenn immer möglich versuchten wir in Zukunft das Buffet zu meiden und nahmen beispielsweise unser Frühstück immer in einem der anderen Restaurants ein. Auf der Splendida gibt es die Möglichkeit das Frühstück in den zwei Restaurants einzunehmen, in denen auch das Abendessen serviert wird.
Essen und Trinken auf der MSC Splendida
Es ist erstaunlich wie es die Köche auf diesem Kreuzfahrtschiff fertig bringen 4000 Gäste auf einem solch hohen Niveau zu bekochen. Natürlich wird das Abendessen auf zwei Schichten aufgeteilt, und in zwei Restaurants parallel serviert. Doch damit bleiben immer noch etwa 1000 Passagiere die gleichzeitig im gleichen Restaurants bedient werden wollen. Wer nun glaubt, man fühle sich beim Abendessen wie in einer Mense, der täuscht sich. Die Räume sind sehr clever in kleinere Abschnitt eingeteilt, so dass man das Gefühl hat in einem gewöhnlichen mittelgrossen Restaurant zu sitzen. Jeden Abend wird eine andere Karte serviert aus denen man sich sein Menu individuell auswählen kann. So wählt man beispielsweise seine gewünschte Vorspeis, die Hauptspeise und den Dessert aus drei verschiedenen Möglichkeiten aus. Wer es noch abwechslungsreicher möchte, der kann gegen Aufpreis verschiedene Themenrestaurants besuchen. So kann man beispielsweise mexikanisch speisen oder sich eine Pizza oder einen Kebap als Abwechslung gönnen. Da keine Getränke mit an Bord genommen werden dürfen, müssen sie sämtliche an Bord erwerben. Die Preise sind nicht gerade tief, aber auch nicht überzogen hoch. Für eine Literflasche Wasser bezahlen sie 1.80 Euro. Für ein 33 cl Coca Cola 2.70 und ein Cocktail bekommen sie ab 6 Euro. Hinzu kommt, wie bei allen Serviceleistungen auf der MSC Splendida eine Servicegebühr in Höhe von 15 Prozent.
Unterhaltungsmöglichkeiten auf dem Kreuzfahrtschiff
Für beste Unterhaltung ist gesorgt. Am Abend findet jeweils im bordeigenen Theater eine professionelle Show statt mit Artisten aus aller Welt. Diese Shows können keineswegs mit mittelmässigen Animationen in verschiedenen Hotels verglichen werden, sondern sind vom Standard her eher mit einem mittelgrossen Zirkus zu vergleichen. Ausserdem bietet die MSC Splendida ein grosses Sportangebot. So ist im vorderen Teil ein modernes Fitnesscenter mit diversen Kraftmaschinen und Ausdauergeräten untergebracht. Während dem Training geniessen sie einen atemberaubenden Ausblick. Badespass ist im beheizten Indoorpool oder in einem der diversen Aussenpools möglich. Zudem gibt es diverse Whirlpools, welche für Entspannung sorgen. Sportlich aktiv werden kann man ausserdem auf dem Tennisplatz oder in der Squash-Halle. Schläger erhalten sie kostenlos beim Animationsteam. Ausserdem können sie dort den Platz reservieren. Auf der MSC Splendida kommen auch Formel-1-Fans voll auf ihre Kosten. Das Schiff besitzt einen eigenen Formel-1-Simulator. Ebenfalls für gute Unterhaltung sorgt das 4D-Kino. Für die kleineren Gäste gibt es einen eigenen Spielbereich, für Jugendliche eine Disco und Spielehalle. Ebenfalls sehr beliebt sind die täglich stattfindenden Bingo-Anlässe. Je nach Anzahl der Spieler gewinnen sie mit einem Einsatz von 10 Euro bis zu 300 Euro. Ausserdem lockt ein Jackpot in Höhe von 3000 Euro sollten alle ihre 25 Zahlen unter den ersten 40 gezogenen Kugeln sein. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit den Jackpot zu knacken ähnlich hoch wie einen Sechser im Lotto zu erzielen. Auf See ist auch das Bordeigene Casino geöffnet. Wieso also nicht einmal das Glück herausfordern und die Kosten für die Kreuzfahrt gleich wieder zurückgewinnen. Während die MSC Splendida allerdings an Land anlegt bleibt das Casino geschlossen. Geöffnet bleibt dafür der Wellnessbereich. Massagen kosten hier etwa 2 Euro in der Minute. Während unserer Kreuzfahrt gab es immer wieder Spezialangebote. Diese wurden jeweils im Bordeigenen Magazin angekündigt und betrugen bis zu 40 Prozent. Es lohnt sich also etwas abzuwarten und von den hohen Rabatten zu profitieren.
Unsere Kreuzfahrtroute im Überblick
Unsere Kreuzfahrt mit der MSC Splendida, welch wir hier im Reisebericht beschreiben, startete wie bereits erwähnt in Genua. Von dort ging es weiter nach Barcelona. Barcelona ist eine bezaubernde Stadt und bietet unzählige Sehenswürdigkeiten. Bestaunen sie die bekannten Bauten von Meister-Architekt Gaudi und schlendern sie auf der Einkaufsmeile La Rambla. Diverse kleine Boutiquen und grössere Einkaufshäuser machen Barcelona zudem zu einem Shopping-Paradies. Sehr sehenswert ist die Uferpromenande beim Alten Hafen. Von dort können sie gemütlich die Flaniermeile La Rambla hinaufspazieren. Ausserdem lohnt es sich dem olympischen Quartier einen Besuch abzustatten und den modernen Yachthafen sowie die Stadtstrände von Barcelona zu besichtigen. Wir genossen unseren Aufenthalt in Barcelona in vollen Zügen, wenngleich das Kreuzfahrtschiff hier nur wenige Stunden Halt machte. Ins Stadtzentrum gelangen sie vom Schiff aus übrigens bequem mit dem öffentlichen Bus. Die Hin- und Rückfahrt kostet pro Person 3 Euro. Auch die MSC bietet einen Shuttle-Bus an. Dieser kostet 8 Euro pro Person und verkehrt ständig zwischen der MSC Splendida und dem Zentrum der Stadt. Zeitlich macht es kein grosser Unterschied, welches der beiden Angebote sie nutzen. Auch preislich ist die Differenz nicht wirklich beachtlich. Im Internet finden sie ebenfalls zahlreiche Reiseberichte zur Stadt Barcelona. Diese vermitteln noch mehr Detailwissen über die Stadt.
Das Schiff erreicht Casablanca
Den nächsten Tag unserer Kreuzfahrt verbrachten wir auf See bevor wir in Casablanca anlegten. Der Aufenthalt hier war mit 10 Stunden deutlich länger als in Barcelona. Wer einen Ausflug mit MSC unternehmen möchte, der kann unter anderem eine Stadtrundfahrt in Casablanca buchen. Einen Halbtagesausflug nach Rabat unternehmen oder eine Tagestour nach Marrakesch machen. Wir haben uns dafür entschlossen Casablanca auf eigene Faust zu besichtigen, da uns ein Freund berichtet hat, dass dies problemlos möglich sei. Wir verliessen also frühmorgens die MSC Splendida und machten uns auf dem Weg zur Moschee Hassan II, der drittgrössten der Welt. Direkt wenn sie die MSC Splendida verlassen findet eine Zollkontrolle statt. Kontrolliert wurden wir nicht, die Reisepässe sollten sie hier allerdings unbedingt bei sich tragen. Nachdem wir die Zollkontrolle durchlaufen hatten trafen wir auf diverse Taxis, welche auf Kunden warteten. Egal welchen Hafen sie mit ihrem Kreuzfahrtschiff anlaufen, das Bild ist jeweils sehr ähnlich. Direkt vor dem Schiff reihen sich die Busse und Taxis aneinander und warten auf kaufkräftige Kunden. Die Taxis in Marakko waren in einem sehr schlechten Zustand, respektive schon sehr in die Jahre gekommen. Wir entschlossen uns auf eine Fahrt zu verzichten und zu Fuss los zu ziehen. Nach gut einem Kilometer erreichten wir das den Hafenausgang. Zur Zeit wird in Casablance ziemlich gebaut. So soll in den nächsten Jahren ein vollkommen neu gestalteter Bahnhof eröffnet werden. Dieser wird direkt neben dem Kreuzfahrthafen liegen. Zur Zeit stehen da allerdings nur einige sehr hohe Mauern. Wenn sie den Hafen verlassen und zur Moschee wollen, dann müssen sie einfach rechts abbiegen und der Uferpromenade folgen. Der Weg ist ziemlich gut gekennzeichnet. Für die gut 2.5 Kilometer benötigten wir etwas über einer halben Stunde. Nachdem wir uns die Moschee angeschaut hatten spazierten wir zurück ins Stadtzentrum und sahen uns Casablanca noch ein bisschen an. Im Stadtzentrum gibt es einige lebhafte Plätze. Viele Sehenswürdigkeiten sind in der Stadt allerdings nicht zu finden. Gegen 15 Uhr waren wir zurück auf der Splendida und genossen die herrliche Sonne auf dem Deck. Auf dem Rückweg zur Kabine stolperten wir über ein Spezialangebot für Massagen. Heute während dem Aufenthalt in Casablanca wurde auf alle Anwendungen im Spa-Bereich 40 Prozent Rabatt gewährt. Meine Freundin und ich buchten eine Paarmassage für 60 Minuten für 117 Euro. Normalerweise würde man dafür etwa das doppelte bezahlen.
Die MSC Splendida macht Halt auf den Kanaren
Nach einem weiteren erholsamen Seetag erreichten wir Santa Cruz in Teneriffa. Der Hafen liegt direkt bei der Stadt. Ein kostenloser Shuttle-Bus bringt sie ans Hafenende. Von dort ist der Fussweg ins Stadtzentrum sehr gut ausgeschildert und dauert keine Viertelstunde. Die Hauptstadt der beliebten Ferieninsel ist sehr schön anzusehen. Sie müssen also nicht zwangsläufig einen Ausflug unternehmen sondern können auch einfach den Aufenthalt in Santa Cruz geniessen. Ausflüge werden unter anderem in den Loro Park in Puerte de la Cruz angeboten. Ausserdem kann man den höchsten Berg Spaniens den Teide besichtigen, welcher majestätisch über der gesamten Insel thront. Wir hatten ein bereits im Vorfeld ein Auto gemietet. Mit dem Mietauto machten wir uns auf nach Puerte de la Cruz. Dort besichtigten wir das kleine Dörfchen und genossen die angenehm warmen Temperaturen. Bereits im Februar herrschen auf den Kanarischen Inseln Temperaturen um die 20 Grad. Wir hatten einen zauberhaften Tag erwischt und genossen gut 22 Grad bei strahlend blauem Himmel. In Santa Cruz war das Wetter sogar noch besser als in Puerte de la Cruz, wo es einige Wolken gab. Dieses Phänomen ist auf Teneriffa nicht selten. Die Wolken stauen sich am hohen Gebirge in der Mitte der Insel, weshalb im Süden oftmals deutlich schöneres Wetter herrscht als im Norden.
Bereits am nächsten Tag stand eines der Highlights unserer Kreuzfahrt auf dem Programm. Die MSC Splendida legte in Madeira an. Der Hafen von Madeira ist sehr klein. Gleichzeitig kann gerade einmal ein grosses Kreuzfahrtschiff hier vor Anker gehen. Dies führt zu einer gewissen Exklusivität und entsprechend hohen Liegegebühren, was wiederum dazu führt, dass nur die wenigsten Kreuzfahrtschiffe Madeira anlaufen können und wollen. Madeira gehört politisch zu Portugal ist aber in vielen Bereichen selbstständig. Ausserdem ist es eine der reichsten Regionen des Landes. Dies hängt wiederum mit dem Tourismus zusammen. Gut 90 Prozent der Bevölkerung auf Madeira sind vom Tourismus abhängig. Im Westen der Inselhauptstadt Funchal reihen sich die Luxushotels aneinander. Die MSC Splendida legt im Hafen von Funchal an. Dieser liegt nur wenige Gehminuten vom Stadtzentrum von Funchal entfernt. Sie können das Stadtzentrum problemlos erreichen. Vom Schiff benötigen sie zu Fuss etwa 15 Minuten. Zur Seilbahn laufen sie etwa 20 Minuten. Die Seilbahn bringt sie hinauf auf den Monte, von wo sie einen sehr schönen Ausblick über Funchal geniessen können. Hinter geht es entweder wieder mit der Seilbahn oder mit einem der bekannten Korbschlitten. Ebenfalls sehr zu empfehlen ist eine Fahrt ins Innere der Insel. Dort können sie sich ein eigenes Bild von der schönen üppigen Vegetation der Blumeninsel machen. Nicht umsonst gilt Madeira als eines der Lieblingsdestinationen für Wanderer und Naturfotografen. Auch auf Madeira bietet MSC eine Vielzahl an Ausflugsmöglichkeiten an. Diese sind jeweils sehr gut organisiert und geben innert kürzester Zeit ein Maximum an Einblicken. Wenn sie irgendwo einen Ausflug mit MSC machen wollen, dann ist hier in Madeira sicher eine gute Gelegenheit. Als Alternative können sie sich auch zu viert ein Taxi nehmen und so die Insel erkunden. Direkt vor dem Terminal stehen die Taxifahrer, wenn erstaunt es, auch auf Madeira Schlange. Einige sprechen sehr gut Englisch, andere wiederum fast gar nicht. Zudem gibt es einige Taxifahrer die sogar Deutsch sprechen. Vereinbaren sie unbedingt einen Fixpreis. Für eine 3-4 stündige Rundfahrt sollten sie zwischen 80 und 100 Euro bezahlen. Der Preis ist wie überall Verhandlungssache.
Reisebericht: Madeira
Nach Madeira ging es weiter nach Malaga, einer nicht ganz so bekannten spanischen Stadt wie Barcelona, sehenswert ist sie dennoch. Auch in Malaga gibt es einen kostenlosen Hafenshuttle. Dieser bringt die Gäste der MSC Splendida zum Terminal. Von können sie entweder auf einen kostenpflichtigen MSC-Shuttle umsteigen, ein Taxi nehmen oder zu Fuss in die Stadt laufen. Sie erreichen das Stadtzentrum problemlos innerhalb von gut 20 Minuten zu Fuss. Die Strasse ist wenig befahren und führt direkt dem Meer entlang. Malaga ist vorallem für den bekannten Maler Picasso bekannt. Hier ist der junge Künstler aufgewachsen. Heute gehören sein Geburtshaus sowie das Picasso-Museum zu den Attraktionen der Stadt. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Burg, welche hoch über der Stadt thront. Von oben haben sie einen sehr schönen Ausblick über die gesamte Altstadt und können in weiter Entfernung ihr Schiff beobachten. Hoch zur Burg kommen sie entweder mit dem öffentlichen Bus, welcher etwa alle 30 Minuten fährt oder mit dem Sightseeing-Bus. Wie in den anderen Städten können fährt dieser die verschiedenen Sehenswürdigkeiten ab und sie können individuell zu und aussteigen. Die meisten Attraktionen der Stadt können sie allerdings auch problemlos zu Fuss erreichen. Das Tourismusbüro von Malaga bietet spezielle Broschüren mit ausgewiesenen Fussgänger-Routen an. Es stellt sich also die Frage ob sie wirklich 17 Euro für den Bus bezahlen wollen. Wir entschieden uns Malaga mit dem Bus zu erkunden. Dies hängt vorallem mit dem begrenzten Zeitangebot zusammen. Die MSC Splendida legte nur für einige Stunden in der Stadt an und wir wollten ein möglichst umfassenden Eindruck der Stadt bekommen. Ausserdem war es ein Montag, und das Picasso-Museum, sowie die meisten anderen Museen der Stadt waren deshalb geschlossen.
MSC Splendida ist zurück in Spanien
Mit dem Halt in Malaga neigte sich unsere Reise langsam aber sicher dem Ende zu. Doch noch war die Kreuzfahrt nicht vorbei und es stand ein Halt in der ewigen Stadt Rom bevor. Der Hafen von Rom liegt allerdings knapp 70 Kilometer nordwestlich der Stadt in der gut 50'000 Einwohner zählenden Gemeinde Civitavechia. Sie sollten sich deshalb Gedanken machen, wie sie in die Stadt Rom kommen. Es gibt eigentlich wiederum drei Möglichkeiten. Sie können den MSC-Shuttle benützen. Dieser bringt sie vom Schiff ins Stadtzentrum und wieder zurück. Die Hin- und Rückfahrt kostet 44 Euro. Die Fahrt mit dem Bus dauert ca. 90 Minuten. Eine weitere Möglichkeit ist es sich als Gruppe ein Taxi zu nehmen. Allerdings kostet dieses beinahe gleich viel. Eine kurze Stadtrundfahrt im Grosraumtaxi erhalten sie ab 35 Euro pro Person. Allerdings müssen sie dazu ein Taxi mit 8 Personen gemeinsam nehmen. Die preiswerteste Möglichkeit nach Rom zu gelangen ist der Zug. Eigentlich ist es überhaupt kein Problem mit dem Zug nach Rom zu gelangen. Direkt am Hafeneingang gibt es ein kleines Informationsbüro, an welchem sie ein Regionalticket erhalten. Damit dürfen sie die Regionalzüge benützen, welche etwa alle 90 Minuten verkehren. Ausserdem gilt das Ticket für die Metro in Rom. Für das Ticket zahlen sie gerade einmal 9 Euro. Fragen sie unbedingt noch einmal nach wann die Züge fahren und welche Züge sie wirklich benützen dürfen. Die Fahrt nach Rom dauert etwa eine Stunde. Je nach Abfahrtszeit etwas länger oder kürzer. Ausserdem gibt es eine Schnellzugvebindung von Civitavecchia nach Rom Termini. Allerdings kostet dieser mit 14 Euro pro Strecke deutlich mehr und ist nur unwesentlich schneller. Wir empfehlen ihnen entweder das regionale Zugticket für 9 Euro zu benützen oder aber mit dem MSC-Shuttle nach Rom zu fahren. Der Shuttle von MSC hat den Vorteil, dass sie kein Sicherheitspuffer einplanen können. Sie müssen einzig sicherstellen, dass sie den letzten Bus in Rom erreichen. Kommt dieser in einen Stau oder verspätet sich aus einem anderen Grund kann ihnen dies relativ egal sein, da die MSC Splendida auf die eigenen Busse immer wartet. Falls sie es sich ganz einfach machen wollen, so können sie gleich an einem von MSC organisierten Ausflug teilnehmen.
Das Ende unserer Kreuzfahrt
Nach Rom ging es zurück nach Genua. Morgens um 9 Uhr erreichten wir die Hafenstadt und konnten uns ins Theater begeben um auf die Ausschiffung zu warten. Sie können sich vorstellen, dass bei 4000 Passagieren nicht einfach jeder drauflos laufen kann. Das Aussschiffen ist eine logistische Meisterleistung. Innerhalb von wenigen Minuten wollen alle Passagiere ab Bord. Dazu werden die Passagiere in verschiedene Gruppen eingeteilt. Wiederum werden die Buspassagiere, welche die Hin- und Rückreise mit dem Bus gebucht haben etwas bevorzugt. Aber keine Angst auch wenn sie individuell angereist sind dauert die Ausschiffung nur unwesentlich länger. Am letzten Abend erhalten sie verschieden farbige Bänder, welche sie an den Koffer befestigen müssen. Die Koffer sollten bis um 1 Uhr in der Früh auf dem Gang stehen. Sie können aber auch einen kleinen Handgepäckkoffer selber von Bord nehmen. Ab 8 Uhr müssen sie ihre Kabine verlassen und die Bordrechnung beglichen haben. Um 9 Uhr warten alle Passagiere im grossen Theater auf ihre Ausschiffung. Per Lautsprecher werden die unterschiedlichen Farben dann zu den verschiedenen Ausgängen gebeten. Auch im Terminal sind die Koffer nach Farben geordnet und so relativ leicht auffindbar. Unser Schiff erreichte Genua pünktlich um 9 Uhr. Um 9:45 waren wir bereits ausgecheckt und konnten unsere Koffer in Empfang nehmen und damit durch die Zollkontrolle gehen. Kontrolliert wurden wir nicht. Das Rückfahrtticket für den Zug nach Zürich hatten wir bereits gebucht. Unser Zug fuhr um 11:19 ab, so dass uns genügend Zeit blieb um von der Splendida zum Bahnhof zu laufen. Dies dauert etwa 15 Minuten. Es besteht auch die Möglichkeit ein Taxi zu benützen. Darauf verzichteten wir, hatten wir ja genügend Zeit für einen Fussmarsch.
Die Rückreise mit der Bahn verlief problemlos und ohne Verspätung. Nach gut 6 Stunden waren wir zurück in Zürich. Während der Bahnfahrt betrachteten wir die geschossenen Erinnerungsfotos am Laptop und liessen die Kreuzfahrt noch einmal Revue passieren. Insgesamt zogen wir ein sehr positives Fazit. Die MSC Splendida hat uns als Schiff sehr gut gefallen, wenn gleich in einigen Situationen die Grösse des Schiffes durchaus zu spüren war. Im grossen und ganzen verteilten sich die Menschenmassen aber sehr gut. Ausserdem gefiel uns das grosse Angebot auf dem Kreuzfahrtschiff. Sehr positiv in Erinnerung blieb uns das gut ausgerüstete Fitnesscenter sowie das hervorragende Essen. Auch die Kreuzfahrtroute war gut zusammengestellt. Bereits da waren wir uns sicher, dass wir wieder einmal eine Kreuzfahrt buchen werden. Wohl auf einem anderen Schiff als auf der MSC Splendida. Nicht weil uns die Splendida nicht gefallen hätte sondern weil es noch so viele weitere traumhafte Schiffe zu erkunden gibt.
